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Praxis Dr. Sonntag
Verkehrspsychologisches Training für
alkoholauffällige Kraftfahrer
- Ein Kurs zur
Vorbereitung auf die MPU -
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Fragen zum Vorfall und zur Vorgeschichte
Betrachten Sie die Beantwortung der Folgenden
Fragen als einen ersten Test, inwieweit Sie einer bevorstehenden MPU gewachsen
sind. Sie sollte die Fragen schriftlich auf einem separaten Blatt beantworten.
Es kommt in dieser Phase weniger darauf an, daß Sie einen perfekten Bericht
vorlegen - das gelingt kaum jemanden! Vielmehr sollen Sie sich mit der damaligen
Situation und der Frage, wie es dazu kommen konnte, intensiver
auseinandersetzen.
Anhand der Antworten auf diese Fragen in
Verbindung mit dem Strafbefehl und eventuellen Vorgutachten können wir ihnen
relativ schnell sagen, mit welchem Aufwand Sie rechnen müssen und welche
Bedingungen Sie erfüllen müssen um die nächste MPU erfolgreich zu bestehen.
1. Wieviel Alkohol
haben Sie vor Ihrer Trunkenheitsfahrt zu sich
genommen?
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Hinweis! |
Je konkreter Ihre Angaben sind, desto
besser! Ideal wäre eine Antwort wie zum Beispiel:
Ich habe in der Zeit von 19 Uhr bis 24
Uhr ca. 5 Gläser Bier (0,5 l), 3 doppelte Weinbrand (0,04 l) und ein
kleines Glas Sekt (0,1 l)
getrunken.
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2. Unter welchen
Umständen hatten Sie diese Alkoholmenge getrunken?
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Hinweis! |
Beschreiben Sie
hier möglichst genau die damalige Situation. Antworten wie: Ich war
auf einer Feier. oder Ich hatte Ärger. sind zu unkonkret. Ich
weiß nicht mehr! ist schlecht.
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3. Wie hoch
war Ihr Blutalkoholgehalt zum Zeitpunkt der Kontrolle?
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Hinweis! |
Tragen Sie hier die entsprechenden Werte
ein. Diese sollten ihnen bekannt sein und natürlich mit der Aktenlage
übereinstimmen. Also:
Blut-Alkohol-Konzentration:________
‰ Uhrzeit:__________
und bei einer evt. durchgeführten 2.
Messung:
Blut-Alkohol-Konzentration:________
‰ Uhrzeit:__________
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4. Welche
Gründe hatten Sie, Ihr Fahrzeug trotz Alkoholeinwirkung zu führen?
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Hinweis! |
Beschreiben Sie
hier Ihre damaligen Beweggründe.
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5. Liegt
bei Ihnen möglicherweise eine Alkoholabhängigkeit vor?
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Hinweis! |
Beantworten die
Frage aus Ihrer heutigen Sicht. Antworten Sie mit einem "Nein"
sollten Sie das begründen können!
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6. Wie waren Ihre
damaligen Trinkgewohnheiten?
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Hinweis! |
Beschreiben Sie
hier möglichst genau, welche Menge an Alkohol Sie wie oft, zu welchen
Anlässen in den letzten 12 Monaten vor der
Trunkenheitsfahrt zu sich genommen haben.
Antworten, die Ihre damals gemessene Alkoholmenge als einmaligen,
zufälligen und unerklärlichen Ausrutscher erscheinen lassen, vergessen Sie
am besten gleich wieder. Überlegen Sie auch, zu welchen Tageszeiten Sie
wie viel getrunken haben. Ihre Antwort könnte zum Beispiel lauten:
In den letzten 2
Jahren habe ich in der Woche vom Abendessen bis zum zu Bett gehen
regelmäßig 4 Flaschen Bier und einen Kümmerling getrunken. An den
Wochenenden habe ich in der Vereinskneipe meines Kegelclubs mit den
Sportfreunden meist bis zum Abwinken getrunken. Da bin so auf 8 halbe
Liter Bier und 5 doppelte Kräuter gekommen. Am Sonntagmorgen gab es dann
erstmal eine Flasche Bier gegen den Kater. ...
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7. Wie sind Ihre gegenwärtigen
Trinkgewohnheiten? (Wie oft, zu welchen Anlässen, welche Menge an Alkohol)
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Hinweis! |
Orientieren Sie
sich an den Hinweisen zu Frage 6. Falls Sie überhaupt keinen Alkohol mehr
trinken, sollten Sie angeben, seit wann Sie abstinent leben, warum Sie
sich entschlossen haben, ganz auf Alkohol zu verzichten und wie lange Sie
Ihren Vorsatz beibehalten wollen.
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8. Würden
Sie Ihren damaligen Rauschzustand als "leicht", "mittel"
oder "schwer" bezeichnen?
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Hinweis! |
Orientieren
Sie sich bei dieser Antwort an ihrer aktenkundigen
Blutalkoholkonzentration. Setzen Sie diese ins Verhältnis zu allgemein
üblichen Trinkgewohnheiten. Wer bei 2
‰ Blutalkoholkonzentration keinen oder nur einen leichten Rauschzustand
erlebt, verträgt entweder weitaus mehr, was für ein massives
Alkoholproblem spricht oder er verfügt nicht über die zur Teilnahme am
Straßenverkehr notwendige Fähigkeit zur kritischen Selbsteinschätzung.
Möglicherweise hat er auch nicht die Wahrheit gesagt.
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9.
Hatten Sie während der Trunkenheitsfahrt Probleme beim Führen des Fahrzeuges?
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Hinweis! |
Sind Ihnen
Fahrfehler unterlaufen? Waren Sie an einem Unfall beteiligt? Beschreiben Sie
ggf. den Hergang.
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10. Wurden
Sie früher schon einmal im Straßenverkehr auffällig?
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Hinweis! |
Nennen Sie hier
alle Verkehrauffälligkeiten
(Alkohol,
Drogen, Geschwindigkeit etc., Punkte im Zentralregister), die in irgendeiner Weise
aktenkundig oder der Behörde sonst bekannt sind, auch wenn diese nichts
mit Alkohol zu tun haben! Sie sollten auch Angaben zum Zeitpunkt, den
näheren Umständen und den Folgen machen können.
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11. Hatte Sie bereits
vorher Medizinisch Psychologische Untersuchungen absolviert.
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Hinweis! |
Studieren Sie
eventuell vorher angefertigte Gutachten sehr sorgfältig! Da Sie diese
Gutachten in Auftrag gegeben und bezahlt haben, sind sie auch Ihr
Eigentum. Sie müssen also weder über deren Existenz informieren, noch
müssen Sie den Inhalt preisgeben. In der Praxis erweist es sich aber als
ungünstig, derartige Informationen zurückzuhalten. Zum einen sind
vorhergehende MPU-Tests meist ohnehin in Ihrer Akte vermerkt. Zum anderen
könnten Sie so den Eindruck erwecken, daß Sie etwas zu verbergen hätten
oder nicht ausreichend an Ihrer Rehabilitation mitarbeiten. Also berichten
Sie offen über Anlaß, Datum und das Ergebnis. Das Ergebnis finden Sie in
der Regel in der Zusammenfassung auf der letzten Seite des Gutachtens.
Sind dort Hinweise oder Auflagen formuliert, sollte Sie diese auch kennen.
Es reicht nicht zu sagen: Ich bin durchgefallen! oder Das steht
doch alles im Gutachten!
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13.
Ihre Körpergröße ist:
Ihr Körpergewicht ist:
Geschlecht:
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Hinweis! |
Die Angaben werden
benötigt, um festzustellen, ob Ihre Angaben zur getrunkenen
Alkoholmenge (Frage 1) mit der gemessenen Blut-Alkohol-Konzentration
(Frage 3) vereinbar sind. Geben Sie deshalb möglichst Ihr damaliges
Gewicht an falls sie heute wesentlich mehr oder weniger wiegen sollten.
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14. Seit wann
besitzen Sie einen Führerschein?
Letzte
Aktualisierung 16.04.2006