V. Psychische und Verhaltensstörungen
(F00-F99)
Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
(F90-F98)
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F93 Emotionale Störungen des Kindesalters
Diese stellen in erster Linie Verstärkungen normaler Entwicklungstrends dar
und weniger eigenständige, qualitativ abnorme Phänomene. Die
Entwicklungsbezogenheit ist das diagnostische Schlüsselmerkmal für die
Unterscheidung der emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit (F93.-)
von den neurotischen Störungen (F40-F48).
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F93.0 Emotionale Störung mit
Trennungsangst des Kindesalters
- Eine Störung mit Trennungsangst soll nur dann diagnostiziert
werden, wenn die Furcht vor Trennung den Kern der Angst darstellt
und wenn eine solche Angst erstmals während der frühen Kindheit
auftrat. Sie unterscheidet sich von normaler Trennungsangst durch
eine unübliche Ausprägung, eine abnorme Dauer über die typische
Altersstufe hinaus und durch deutliche Probleme in sozialen
Funktionen.
F93.1 Phobische Störung des
Kindesalters
- Es handelt sich um Befürchtungen in der Kindheit, die eine
deutliche Spezifität für die entsprechenden Entwicklungsphasen
aufweisen und in einem gewissen Ausmaß bei der Mehrzahl der Kinder
auftreten, hier aber in einer besonderen Ausprägung. Andere in der
Kindheit auftretende Befürchtungen, die nicht normaler Bestandteil
der psychosozialen Entwicklung sind, wie z.B. die Agoraphobie sind
unter der entsprechenden Kategorie in Abschnitt F40-F48 zu
klassifizieren.
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F93.2 Störung mit sozialer
Ängstlichkeit des Kindesalters
- Bei dieser Störung besteht ein Mißtrauen gegenüber Fremden und
soziale Besorgnis oder Angst, in neuen, fremden oder sozial
bedrohlichen Situationen. Diese Kategorie sollte nur verwendet
werden, wenn solche Ängste in der frühen Kindheit auftreten und
sie ungewöhnlich stark ausgeprägt sind und zu deutlichen Problemen
in der sozialen Funktionsfähigkeit führen.
F93.3 Emotionale Störung mit
Geschwisterrivalität
- Die Mehrzahl junger Kinder zeigt gewöhnlich ein gewisses Ausmaß
emotionaler Störungen nach der Geburt eines unmittelbar
nachfolgenden jüngeren Geschwisters. Eine emotionale Störung mit
Geschwisterrivalität soll nur dann diagnostiziert werden, wenn
sowohl das Ausmaß als auch die Dauer der Störung übermäßig
ausgeprägt sind und mit Störungen der sozialen Interaktionen
einhergehen.
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